Karriereplanung

Marktfähigkeit – was bedeutet das?

Als Personaldienstleister muss man fit in Sachen Marktfähigkeit sein. Nicht nur als Unternehmen, sondern auch im Wissen darum, welche Soft- und Hard-Skills am Arbeitsmarkt gefragt sind, um den bestmöglichen «Match» zwischen Unternehmen und Kandidat*in zu finden.

Jeder und jede sollte sich selber mit seinen eigenen Stärken und Chancen auseinandersetzen.

Marktfähigkeit wurde ursprünglich im unternehmerischen Kontext verwendet und bedeutete so viel wie Konkurrenzfähigkeit und die Gabe, sich als Unternehmen mit seinen Produkten und Dienstleistungen vorausschauend sich ändernden Marktverhältnissen anzupassen. Heute wird der Begriff auch auf Mitarbeitende übertragen. Denn: Menschen prägen die Unternehmerlandschaft. Heute ist es je länger je wichtiger, agil am Markt aufzutreten, um den Herausforderungen und dem Wandel, der meist mit rasantem Tempo erfolgt, antizipiert gewachsen zu sein. Und da spielt das Human Resources Management eine zentrale Rolle. Noch nie war es so wichtig zu entscheiden, welche neuen Berufsbilder ein Unternehmen implementieren muss. Dies betrifft praktisch alle Branchen. So gesehen ist das HR-Management nicht nur ein Abbild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, sondern entwickelt sich zum zentralen Erfolgsfaktor eines Unternehmens. Dass ein Personalberatungsunternehmen hierfür selbst fit sein muss, um bestens aufgestellt in die Zukunft schreiten zu können, ist klar.

Wir haben bei Corinne Häggi, bei unserer Niederlassungsleiterin Zug, nachgefragt und sie um einen Einblick in ihre Erfahrungen bezüglich Marktfähigkeit aus Sicht von Kandidat*innen gebeten.

Was sind die zentralen Faktoren, um fit für den Arbeitsmarkt zu sein und zu bleiben?
Corinne Häggi: Jeder und jede sollte sich selber mit seinen eigenen Stärken und Chancen auseinandersetzen. Das beginnt bereits bei der Ausbildungs- und Berufswahl. Denn das, was man gerne macht, was einem interessiert – das macht man automatisch engagiert. Eine Portion Neugier ist sicher auch von Vorteil: Das bedeutet, dass man sich aktiv für den Markt, für Weiterbildungen und auch für neue Themen interessiert und sich informiert. Sprachen sind heute ebenfalls eine sehr entscheidende Kompetenz, die einem Vorteile bringen. Weiter sehe ich die Offenheit für generationenübergreifendes Arbeiten und Gestalten – und die Fähigkeit, Marktentwicklungen richtig zu interpretieren als wichtige Fit-Faktoren. Es geht also vor allem darum, seinen eigenen Rucksack so zu füllen, dass er jederzeit über den richtigen und passenden Inhalt verfügt. So kann man sich gut gerüstet auf die Arbeitsmarktreise begeben.

Was sagt Ihre Erfahrung: Ist Marktfähigkeit eine Frage des Alters?
Nein, aber… Es gibt ein Phänomen, von dem Arbeitnehmende, die sich ungern aus einer Komfortzone herausbewegen, getroffen werden. Und das ist tendenziell bei älteren Mitarbeitenden ausgeprägter. Eben, weil’s bis anhin ja immer irgendwie gut gelaufen ist. Fit zu bleiben ist auch eine Frage des Trainings. Und dieses ist im gesamten Prozess vom Einstieg ins Berufsleben bis hin zur Pensionierung zentral.

Gibt es noch weitere Faktoren, die die Marktfähigkeit positiv beeinflussen?
Ja, ich möchte hier das Thema «Netzwerke» einbringen. Auf der einen Seite ist es von Vorteil, ein persönliches Netzwerk zu pflegen und sich auch den Möglichkeiten der sozialen Medien stellt. Damit meine ich vor allem die beiden Business-Plattformen Xing und LinkedIn. Ebenso ist ein aktives Mitwirken in Verbänden, Interessengruppen usw. zu empfehlen. Man kann es auch so ausdrücken: Werde dir über deine Berufung klar, sei offen und nutze die Instrumente, Werkzeuge und Plattformen. Prüfe Weiterbildungsmöglichkeiten und reflektiere laufend deine Situation, unterziehe dich einer Standortbestimmung mit einer Stärken/Schwächen- sowie Chancen/Risiken-Analyse – auch mit dem Blick für die Zukunft. Gerade als Personalberaterin ist es zentral, selbst Vorbild zu sein und selber marktfähig zu bleiben. So schätze ich den Austausch mit meinen Kolleg*innen sehr, vor allem auch mit der jüngeren Generation, die neue Ideen und Ansätze einbringt und so nicht nur das Unternehmen, sondern alle Mitarbeitenden inspirieren – ganz im Sinne von: Bewährtes pflegen – Neues integrieren. 

Brigitte Hunger, Verantwortliche Kommunikation im Gespräch mit Corinne Häggi. Corinne Häggi, Leiterin Niederlassung Zug der Jörg Lienert AG, kennt sich mit Geschäftsführungs-, Management- und Schlüsselpositionen bestens aus und ist prädestiniert für internationale Mandate. Darüber hinaus engagiert sie sich unter anderem als Vizepräsidentin des Tourismus Forum Luzern, als Jury-Mitglied beim Tourismus-Award, zudem ist sie Gründungsmitglied vom E-Rotary Zentralschweiz.

Corinne Häggi, Leiterin Niederlassung Zug.

Die Gabe, sich an veränderte Marktverhältnisse anzupassen.

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