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Lienert-Loop: mehr als ein Assessment

Potenzial- und Persönlichkeitsbeurteilungen erlauben einen vertieften Einblick in die Kompetenzen von Kandidatinnen und Kandidaten und sichern Entscheidungen ab. Erfahren Sie in unserem Blogbeitrag, wie eine objektive Persönlichkeits- und Potenzialanalyse aufgebaut ist, wann sie zur Anwendung kommt und wie eine solche Analyse zum Mehrwert für Unternehmen sowie Kandidatinnen und Kandidaten wird.

Eine Reflexion von unseren Experten zum Thema Lienert-Loop: Dr. Florentina Mattli und Jean-Pierre von Burg.

Gilt es eine verantwortungsvolle Position zu besetzen, wünschen sich alle Beteiligten grösstmögliche Entscheidungssicherheit. Sei dies aus der Perspektive des Unternehmens, wie auch aus der Perspektive der Person, welche vor einem Wechsel in eine neue berufliche Herausforderung steht. Mit einer Persönlichkeits- und Potentialanalyse werden wichtige Hinweise über die Stärken und Schwächen einer Person und über die Ausprägung einzelner Kompetenzfelder wie beispielsweise die Sozial-, Führungs-, Persönlichkeits- oder Fach-Kompetenz gewonnen. Mit dem Einsatz verschiedener wissenschaftlich fundierten, praxiserprobten und aktuellen Tools werden die Fähigkeiten von Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Die Überlagerung der verschiedenen Tools führt so zu einem möglichst objektiven Bild über eine Person, deren Fähigkeiten und Potenzial.

Instrumente individuell auf Situation abstimmen
Um eine Person aus einer ganzheitlichen Sichtweise zu betrachten, kommen in der Regel eine Kombination aus online-basierten Testverfahren sowie Tools und Übungen, welche im Selbststudium oder begleitet durchgeführt werden, zur Anwendung. Je nach Kompetenzprofil, welches mit dem Kunden zusammen erarbeitet wird, werden die richtigen Instrumente zusammengestellt. Jede Kompetenz wird im Minimum durch zwei Instrumente abgefragt. Diese Überlagerung führt zu einer objektiven und differenzierten Beurteilung einer Person.

Wann ist eine Persönlichkeits- und Potentialanalyse sinnvoll?
Der Lienert-Loop ist, insbesondere bei verantwortungsvollen Führungspositionen, teil des Selektionsprozesses. Eine Persönlichkeits- und Potenzialanalyse wird darüber hinaus aber oft auch im Bereich von Teamentwicklungsfragen, bei Transformationsprozessen im Unternehmen, für individuelle Potenzialabklärungen sowie zur fundierten Zweitbeurteilung losgelöst von einem Rekrutierungsprozess eingesetzt. Eine vom Prozess losgelöste Zweitbeurteilung verschafft dem Unternehmen zusätzliche Objektivität und hilft, noch offene Fragen aus dem vorangegangenen Rekrutierungsprozess zu klären.

Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Beurteilung
Der Grundstein für das Gelingen eines Lienert-Loops wird mit einer sorgfältigen Profildefinition gelegt. Die darin, auf die strategischen und operativen Ziele ausgelegten Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale, werden mit dem Profil einer im Prozess stehenden Person abgeglichen. Dort wo Unsicherheiten über die Persönlichkeit und die Kompetenzen einer Person bestehen, setzt der Lienert-Loop an. Zentral ist, dass alle entscheidungsbefugten Personen gleicher Meinung sind, welche Kompetenzen vertieft beleuchtet werden sollen und welche Informationen über eine Person noch fehlen, um einen Entscheid fällen zu können.

Entwicklung und Umfang Lienert-Loop
Wir gehen davon aus, dass zunehmend technologiegestützte Tools zur Anwendung kommen werden. Auch Themen wie Qualitätskontrolle und Objektivität werden in der Weiterentwicklung unserer Tools weiterhin sehr zentral sein. Insbesondere unsere Kunden aus dem KMU-Segment fragen vermehrt kürzere Analysemodelle nach. Beim Lienert-Loop sind Kandidatinnen und Kandidaten rund einen halben Tag bei uns vor Ort. Einen grossen Teil der Instrumente können sie ort- und zeitunabhängig durchführen.

Wertschätzung für Kandidatinnen und Kandidaten…
Eine Potenzial- und Persönlichkeitsbeurteilung soll einen Mehrwert für Unternehmen sowie für Kandidatinnen und Kandidaten sein. Transparenz, beispielsweise die Information darüber, mit welchem Instrument welche Kompetenz abgefragt wird, führt zu einer hohen Nachvollziehbarkeit für Kandidatinnen und Kandidaten. Eine gemeinsame Besprechung der Resultate stellt eine wertvolle Fremdbeurteilung sowie Standortbestimmung dar und zeigt Entwicklungsmöglichkeiten auf.

… und für Unternehmen
Aus Erfahrung wissen wir, dass die Resultate des Lienert-Loops auch als Argumentarium für die Kommunikation eines Personalentscheides sehr wertvoll sind. Um Entscheide – zum Beispiel gegenüber übergeordneten Gremien wie Verwaltungsrat, Stiftungsrat oder Behörden – nachvollziehbar und klar zu begründen.

Ein weiterer Nutzen ist, dass der Lienert-Loop, der auf unserer langjährigen Erfahrung aufbaut, sowohl als Teil des Selektionsmandats wie auch als eigenständiges Tool zur Absicherung von Entscheiden von Unternehmen eingesetzt werden kann.

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Autoren: Dr. Florentina Mattli, Diagnostik und Projekte und Jean-Pierre von Burg, Niederlassungsleiter Bern.

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